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Befragung & Erkenntnisse

Schwerpunkte

Mit der ALM Studie wurde untersucht, zu welchen neuen Herausforderungen die steigende Komplexität in Bezug auf das Managen von SAP Changes führt. Es  wurde analysiert, wie sich SAP Systemlandschaften unterscheiden und welche Lösungsansätze in der Praxis eingesetzt werden. Sind bei den betroffenen Unternehmen Muster für Gemeinsamkeiten zu erkennen? Lassen sich die historisch gewachsenen Probleme mit dem beschriebenen Ansatz des Application Lifecycle Management beheben?

Erkenntnisse

Die Mehrzahl der Studienteilnehmer nannte Eigenentwicklungen und Abweichungen vom Standard als Komplexitätstreiber, gaben aber auch an, dieses Problem durch geeigneten, wenn auch teilweise sehr hohen, Mitteileinsatz überwiegend im Griff zu haben.

Die Gespräche mit den SAP Experten der befragten Unternehmen zeigen jedoch auch, dass die gestiegene Komplexität der SAP System- und Softwarearchitektur selber als Hauptursache für die steigende Komplexität im Umgang mit SAP Changes wahrgenommen wird. Die Resultate deuten darauf hin, dass wegen fehlender Change Management Instrumente durchgehend ein Problem beim Verändern von SAP Systemen durch Customizing-Einstellungen besteht. Aus der Studie geht hervor, dass das Konsolidieren von SAP Systemen zu parallelen Entwicklungen auf den gleichen Objekten und damit zu konkurrenzierenden Anpassungen durch Projekte und Betrieb führt. Das erhöht die Herausforderungen beim Managen von SAP Changes massiv und bedarf eines Application Lifecycle Managements.
 
Der vorgestellte ALM Ansatz ist den befragten Unternehmen in den meisten Fällen bekannt. Es herrscht Übereinstimmung, dass sich die Situation der jeweiligen Firmen mit einem umfassenden Ansatz verbessern würde. Verbesserungswünsche bestehen nach Auswertung der Interviews vor allem in folgenden ALM Disziplinen und deren Tätigkeiten.

Project & Portfolio Management - übergreifende Metriken & Priorisierung für alle Change & Projekttypen, ganzheitliches Reporting, Standardisierung der Dokumentation

Application Change & Transport Management - Standardisierung von Prozessen und Tools über die gesamte Organisation, Automatisierung, Einbindung von Drittsystemen, Abbildung von Eskalations-, Notifikations- und Entscheidungsprozessen, Customizing Versionierung, Berechtigungskonzept, rollenbasiertes Reporting

Application Quality Management - Vorschläge von Testfällen auf Grund der geplanten Änderungen, Konzepte für Automatisierung von Tests, Einbindung von Drittsystemen

Application Impact & Configuration Management - Einstufen der Auswirkungen einer Änderung auf den Aufwand sowie die technischen Objekte, Standard für Dokumentationen inklusive Versionierung, Einbindung in die Prozesse zwecks automatischer Belieferung

Zwei Beispiele zeigen, was für den einen passt, muss beim anderen noch lange nicht gut sein. Ein befragtes Unternehmen betreibt ein produktives System mit einem einzigen Mandanten, beschreibt Change Requests in MS Word, verwaltet den Change Status in einem Excel und transportiert standardmässig mit dem SAP Transport Manager. In einem anderen Beispiel betreibt eine Firma ein weltweites SAP System in zwei Rechenzentren, mit unzähligen Produktivsystemen und Mandanten. Diese sind mittels Solution Manager geschützt. Anpassungen werden in globale und lokale Changes unterschieden, für verschiedene Arten von Changes gibt es unterschiedliche Freigabeprozesse. Dafür wird eine eigene Lösung eingesetzt. Transportiert wird rund um die Uhr, 24 Stunden. Für Auswirkungsanalysen wird ein umfassendes Konfigurationsmanagement betrieben.

Die Aufwände für das Betreiben einer ALM Umgebung müssen im Verhältnis zum realisierbaren Nutzen stehen. Es geht also darum, die Landschaft der Unternehmen zu bewerten und dann für die konkrete Situation punktuell Massnahmen zu definieren.

 
 

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